Handball Bundesliga Frauen: BSV gewinnt knapp gegen Leverkusen „Wer Abwehrschlachten liebt, fand es geil“

nw/tk. Buxtehude. In einer wahren Abwehrschlacht und einem Handball-Krimi hatte der Buxtehuder SV gegen Bayer 04 Leverkusen das bessere Ende für sich. Mit 17:16 sicherte sich das Team denkbar knapp den zweiten Sieg der Saison. Bereits am kommenden Samstag, 16 Uhr, ist der BSV wieder zu Hause gefordert. Dann ist die HSG Bensheim/Auerbach in der Halle Nord zu Gast.

Im Vorfeld forderte BSV-Trainer Dirk Leun eine stabile und aggressive Deckung seiner Mannschaft. Die Spielerinnen setzten dies von Beginn an um. Sie zwangen Leverkusen zu Würfen aus schwierigen bis unmöglichen Positionen. Dadurch hatten der Block und Torfrau Lea Rühter leichtes Spiel. Erst in der 6. Minute erzielte Svenja Huber das erste Tor der Gäste per Siebenmeter. Offensiv hatte Buxtehude allerdings ähnliche Probleme. Obwohl Trainer Leun gefordert hatte, dass die technischen Fehler reduziert werden und die Effektivität steigt, war davon nichts zu sehen.

Beide Mannschaften fanden im Spielverlauf schließlich Lücken in der Abwehr, sodass bis zur 20. Minute beinahe genauso viele Treffer fielen wie in der ersten Viertelstunde. Bis zur Pause warfen beide Teams nur einen weiteren Treffer, sodass beim Stand von 6:7 die Seiten gewechselt wurden.

Nach der Halbzeit gab es für die 420 Zuschauer in der ausverkauften Halle Nord mehr Tore zu sehen. Leverkusen konnte dank ihrer „Spielerin des Tages“ Zivile Jurgutyte erstmals mit zwei Toren in Front gehen, während Buxtehude mehrfach den Anschluss herstellte. Mit drei Treffern in Folge sorgte Johanna Heldmann gegen ihren Jugendverein für den 10:10-Ausgleich (40.). Dabei überstand Buxtehude sogar eine doppelte Unterzahl mit 1:1. Es entwickelte sich zwar kein hochklassiges, dafür umso spannenderes Spiel. Keine Mannschaft konnte sich absetzen.

Die Partie blieb spannend bis zum Schluss. Lea Rühter parierte zweimal überragend, insgesamt wehrte sie elf Bälle ab und wurde „Spielerin des Tages“.

BSV-Trainer Dirk Leun: „Das war nichts für Handballästheten. Aber Menschen die Abwehrschlachten lieben, fanden es geil. Beide Teams hätten mit dem Unentschieden leben müssen und können. Wir hatten eine überragende Abwehrleistung. 16 Gegentore bei Teams mit ähnlichen Kräften sind außergewöhnlich. Der Wille und der Teamgeist macht es dann aus, den knappen Vorsprung bis zum Schluss zu verteidigen. Mit dem Sieg lässt es sich leichter in die nächste Woche gehen.“

Lea Rühter, BSV-Spielerin des Tages: „Wir haben im Vergleich zu den Spielen davor mehr Teamgeist gezeigt. Wir hatten im Endeffekt den Willen, den letzten Ball zu gewinnen. Ich bin sehr froh, dass die Abwehrleistung deutlich besser war. Unser Team hat es mir viel, viel leichter gemacht. Ich bin auch zufrieden mit meiner eigenen Leistung und können mit der Abwehrleistung zufrieden sein. Ich hoffe, man konnte uns die Erleichterung nach dem Spiel ansehen. Es waren schwere Wochen, umso schöner ist es, den Sieg in der eigenen Halle zu behalten.“

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