Hansestadt Buxtehude initiiert Workshop zum Belegungsbedarf Engpass für Buxtehuder Sportvereine

sla. Buxtehude. Die Vergabe der Sportplatz- und Hallenzeiten war in Buxtehude schon immer ein schwieriges Thema. Nun ist auch noch ein neuer Sportverein am Start, der von dem Kuchen ein Stückchen abhaben möchte. Mit ihrem Anspruch haben die neugegründeten „Sportfreunde Buxtehude“ bei den etablierten Vereinen für eine gewisse Disharmonie gesorgt, da der 1. Vorsitzende Manfred Schulz den Vereinen ein „Meutern“ vorwirft und sich bei der Vergabe der Sportplatz- und Hallenzeiten seitens der Hansestadt Buxtehude benachteiligt sieht.
In einer diesbezüglichen E-Mail an Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt, die Schulz auch dem WOCHENBLATT zukommen ließ, beschwert sich Schulz ausführlich über die unbefriedigende Situation, da seine Fußballmannschaften nur eingeschränkt trainieren könnten (das WOCHENBLATT berichtete).
Auf Nachfrage der Redaktion bei der Hansestadt Buxtehude, die für die Vergabe der Zeiten von städtischen Sportplätzen und Hallen zuständig ist, erklärte jetzt Fachgruppenleiterin Claudia Blaß: „Die Sportplatz- und Hallenzeiten sind insgesamt sehr eng, das ist schon länger bekannt. Wir haben eine hundertprozentige Auslastung. Das zeigt zum einen, dass unsere Vereine sehr aktiv sind und Buxtehude als Sportstadt ein vielfältiges Angebot bietet. Andererseits führt es aber auch zu Schwierigkeiten bei der Verteilung.“
Daher sei die Vergabe der Zeiten insbesondere auch für die Wintermonate, wo besondere Bedingungen nötig sind wie etwa Plätze mit Flutlicht und verstärkt Hallen benötigt werden, nicht immer ganz einfach. Beim Eintragen der Wunschzeiten in das Online-Portal könne es schon mal zu zeitlichen Überschneidungen kommen. Der Umgang mit allen Buxtehuder Sportvereinen, auch mit den neuen „Sportfreunden Buxtehude“, sei immer sehr freundlich und offen, Transparenz sei wichtig, sagt Blaß. Die Lösungsvorschläge von Manfred Schulz, die Plätze und Hallen mehrfach zu teilen, um für alle Vereine mehr Trainingszeiten zu schaffen, hätten sie und ihre Mitarbeiter bereits überdacht. Doch dieses müsse in sorgfältiger Abstimmung passieren. Immer wieder gehe die Stadt mit den Vereinen ins Gespräch, so auch kürzlich bei der „AG Sport“, an der alle Vereine an einem Tisch das Thema besprachen – die Sportfreunde Buxtehude nahmen daran jedoch trotz Einladung leider nicht teil.
Noch in diesem Monat wird es einen Workshop von der Hansestadt Buxtehude zur Vergabe der Sportplatz- und Hallenzeiten geben, um zu klären, wie die Bedarfslage in Buxtehude ist, erläutert Blaß. „Die Einladungen hierzu gehen an alle Buxtehuder Sportvereine und wir freuen uns über viele Teilnehmer aus allen Vereinen, um gemeinsam eine Lösung zu finden.“
• Als Initiative aus den Zielen der Sportentwicklungsplanung wurde die „AG Sport“ aus Vertretern der Buxtehuder Sportvereine und der Hansestadt Buxtehude gegründet. Die Gruppe trifft sich regelmäßig, um an der Umsetzung der Ziele zu arbeiten, Buxtehude als Sportstadt voranzubringen und sich auszutauschen.

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