Schlechte Nachrichten für Bundesliga-Handballerinnen BSV-Torfrau Lea Rühter fällt aus

nw/tk. Buxtehude. Harter Rückschlag für die Bundesliga-Handballerinnen des Buxtehuder SV: Sie müssen möglicherweise mehrere Monate auf Lea Rühter verzichten. Die Torfrau zog sich beim Regionallehrgang der Nationalmannschaft einen Knorpelschaden im rechten Knie zu. Auch Rechtsaußen Luisa Scherer wird vorerst verletzt fehlen. Sie knickte im Training um und riss sich das Außenband im rechten Fuß.

Wie lange Lea Rühter dem BSV fehlen wird, entscheidet sich kommende Woche. „Wir wollen abwarten und entscheiden dann endgültig, ob operiert werden muss“, sagt Rühter. Im Moment deute aber alles darauf hin, denn die 22-Jährige leidet unter Schmerzen. Im Falle einer Operation würde Rühter drei bis vier Monate fehlen, was im Prinzip bis zum Ende der Saison dauern würde. „Ich hoffe, vielleicht eines der letzten Spiele zu absolvieren, aber das kommt auf den Heilungsprozess an“, sagt sie. Trainer Dirk Leun steht bis auf Weiteres lediglich Katharina Filter im Tor zur Verfügung. „Lea ist ein herber Verlust. Bisher waren wir im Duo mit Kathi sehr stark besetzt“, sagt Leun. Neben Filter trainieren derzeit auch Hannah Zerlaut und Solveig Dmoch aus dem Juniorenteam mit der Bundesliga-Mannschaft und füllen den freien Platz im Kader auf.

Drei bis vier Wochen muss der BSV auf Luisa Scherer verzichten. Die 19-Jährige riss sich im Training das Außenband im rechten Fuß. „Es ist schade für Luisa, weil sie sich im Duo mit Meret Ossenkopp gegenseitig unterstützen“, sagt Leun, „aber die Lücke können wir eher füllen als die im Tor.“ Mit Mailee Winterberg, Isabelle Dölle und Johanna Heldmann verfüge der Kader über Alternativen, um den Ausfall vorübergehend zu kompensieren.

Bei Spielmacherin Caroline Müller-Korn verläuft der Heilungsprozess nach ihrer Meniskus-OP gut. Bei weiterer positiver Entwicklung könnte die 27-Jährige in wenigen Wochen ihr Comeback geben.

Außerdem wird Luisa Scherer (19) den BSV am Saisonende verlassen. Die Linkshänderin wechselt zum abstiegsgefährdeten Bundesligisten Frisch Auf Göppingen. Die junge Rechtsaußen kam 2019 als A-Jugendliche und Junioren-Nationalspielerin zum BSV, hat sich unter Trainer Dirk Leun athletisch und technisch gut entwickelt und bis heute in 32 Bundesligaspielen 17 Tore erzielt. Der auch von ihr erhoffte große Durchbruch gelang allerdings bis heute nicht so recht. „Die zwei Jahre in Buxtehude waren eine ganz wichtige Zeit für mich. Ich habe viel gelernt, mich weiterentwickelt und Erfahrung gesammelt. Ich habe meine ersten beiden Jahre in der Bundesliga gespielt, daran werde ich mich lange erinnern“, sagt Scherer.
Zur neuen Saison möchte die talentierte Außenspielerin in Göppingen neu angreifen. Angenehmer Nebeneffekt für die Psychologie-Studentin: Sie ist wieder näher bei ihrer Familie, die nur rund 100 Kilometer von Göppingen entfernt wohnt. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und dass ich zurück in die Heimat gehe und trotzdem auf hohem Niveau spielen kann“, sagt Scherer. Unabhängig, ob Göppingen absteigt oder nicht: „Ich habe hier langfristig eine tolle Chance gesehen und freue mich auf das neue Projekt und möchte ein Teil davon werden. Ich möchte dem Verein helfen und mich persönlich sowie sportlich weiterentwickeln.“

BSV-Manager Peter Prior: „Luisa hat stets mit großem Einsatz trainiert und sich für die Mannschaft eingesetzt. Wir wünschen ihr alles Gute und freuen uns darauf, sie hoffentlich demnächst in der Bundesliga wieder zu treffen.“ Der Verein ist aktuell in intensiven Vertragsgesprächen. Manager Prior: „Wir sind zuversichtlich, schon nächste Woche eine Reihe von Vertragsverlängerungen bekannt geben zu können und auch eine gute Lösung für eine zweite Rechtsaußen neben Meret Ossenkopp zu finden.“

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