Titel vor dem Wechsel zu europäischem Spitzenclub Emily Bölk zum zweiten Mal „Handballerin des Jahres“

„Ein Ausnahmetalent“, sagt ihr ehemaliger Buxtehuder Trainer Dirk Leun tk. Buxtehude Emily Bölk ist bereits zum zweiten Mal zur „Handballerin des Jahres“ in Deutschland gewählt worden. Die Leser der Fachzeitschrift „Handballwoche“ haben die ehemalige BSV-Spielerin mit deutlichem Abstand mit diesem Titel ausgezeichnet. Emily Bölk, die in der Saison 2018/2019 vom BSV zum Thüringer HC gewechselt ist, gehört dort wie früher in Buxtehude und in der Nationalmannschaft zu den Top-Leistungsträgerinnen. Einer, der davon nicht überrascht ist, ist ihr ehemaliger BSV-Trainer Dirk Leun: „Emily hat außergewöhnlich früh auf Bundesliga-Niveau gespielt.“
Leun hat Emily Bölk seit der A-Jugend gecoacht. „Die starke Entwicklung hat sich früh gezeigt“, sagt er über den ehemaligen BSV-Topstar, der bereits zu Buxtehuder Zeiten als das deutsche Handballtalent gefeiert wurde. Bei Emily seien zwei Dinge zusammengekommen, so Leun: eine frühe starke physische Entwicklung und gleichzeitig eine sehr frühe und bemerkenswerte Sprung- und Wurftechnik. „Andere brauchen dafür meist länger“, sagt Dirk Leun. Für ihn war und ist Emily Bölk „ein Ausnahmetalent“. 
Ein bisschen liege das wohl auch an den Genen, meint der Coach. Mutter, Vater und Großmutter waren Profi-Handballer. Mutter Andrea Bölk holte mit der deutschen Nationalmannschaft 1993 den letzten WM-Titel für Deutschland.
Wobei Dirk Leun nicht nur die Topleistungen auf dem Spielfeld würdigt: „Keine Spur von Starallüren, immer auf dem Boden geblieben“, sagt er über seine ehemalige Leistungsträgerin, die er als selbstkritisch und reflektiert beschreibt. Sie habe immer im Blick, wo sie sich trotz Talent und herausragender Leistungen noch verbessern könne.
Jetzt steht Emily Bölk vor dem nächsten großen Karrieresprung. Sie spielt ab Sommer bei „FTC-Rail Cargo Hungaria“ in Budapest. Dort hat sie – wie ihre Teamkollegin Alicia Stolle – einen Zweijahres-Vertrag ab der kommenden Saison unterschrieben. „Das wird noch einmal eine neue Herausforderung“, sagt der BSV-Coach, der sich darüber freut, dass seine ehemalige Spielerin den nächsten wichtigen Schritt geht.
Die in Buxtehude geborene und aufgewachsene Emily Bölk ist seit ihrem Wechsel zum Rekordmeister Thüringer HC auch dort ein Erfolgsgarant. Sie hat seit dem Wechsel alle 72 Pflichtspiele in der Liga, DHB-Pokal, EHF-Cup und Champions League absolviert und dabei insgesamt 346 Tore für den THC erzielt.
Die erst 21-Jährige gehört auch in der Nationalmannschaft zu den Routiniers und hat bereits 45 Mal für Deutschland gespielt. Zuletzt bei der WM in Japan. Dort schied das Team allerdings aus und verpasste so die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele in Tokio.
Emily Bölk wurde bereits 2018 mit der Auszeichnung „Handballerin des Jahres“ geehrt. Bei den Männern bekam in diesem Jahr Timo Kastening von der TSV Hannover-Burgdorf den Titel. Er überraschte als Shootingstar der Nationalmannschaft bei seiner ersten EM-Teilnahme vor einigen Wochen.

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