Polizei warnt vor neuen Machenschaften der Täter / Bundesweit schon mehrere Fälle: Kriminelle nutzen die Corona-Krise schamlos aus

(thl). Betrüger schrecken vor nichts zurück – und machen sich derzeit die Corona-Krise zu eigen. Sie nutzen die Angst vieler Menschen, sich mit dem Erreger anzustecken, schamlos aus.So waren z.B. in den vergangenen Tagen falsche Mediziner unterwegs. Die Betrüger klingelten an Haustüren und sagten ihrem potenziellen Opfer, dass sie einen Corona-Test durchführen müssten.Bundesweit gab es bereits mehrere Fälle, dass sich Betrüger als Verwandte ausgegeben haben. Die Täter fragen die Senioren nach Geld für teure Medikamente oder um Kost und Logis bezahlen zu können, weil sie in Quarantäne seien. Anschließend vereinbaren sie einen Abholtermin an der Haustür. Die Polizei warnt davor, Geld und Wertsachen an Unbekannte zu geben, und ruft zu Misstrauen auf, wenn Anrufer sich nicht mit Namen melden.Eine andere Variante ist der Schockanruf, dass ein Bekannter an Corona erkrankt wäre und deshalb im Krankenhaus liege. Deswegen müsse man – um eine mögliche Infizierung auszuschließen – umgehend einen Testabstrich bei dem Angerufenen machen. Im vorliegendem Fall kamen tätschlich zwei Männer mit Schutzanzügen und Masken, die vorgaben, dem Mann einen Abstrich aus dem Mund zu entnehmen und zudem mit Papierstreifen über die Unterarme wischten. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den beiden Unbekannten um Betrüger handelte, sie Wertsachen klauen wollte. Weil ihr 58-jähriges Opfer aber offensichtlich für sie noch zu jung war, ließen sie von ihrem Tatplan ab.Sogar vor Einkaufshilfen für Senioren machen die Täter keinen Halt. Gewarnt wird in dem Zusammenhang sowohl vor Einschleichdieben als auch vor Betrügern, die von den Senioren mitunter größere Geldbeträge verlangen, weil diese angeblich „virenverseucht“ seien und desinfiziert werden müssten.Die Polizei fordert daher alle an einer örtlichen Nachbarschaftshilfe beteiligten Institutionen und Hilfsorganisationen auf, für sichere Rahmenbedingungen zu sorgen, indem sie zwischen den ehrenamtlichen Helfern und den Hilfebedürftigen vermitteln. Die Menschen sollten wissen, wer sie an der Haustür aufsucht und welche Absprachen getroffen wurden.Darüber hinaus gelten folgende Empfehlungen:Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen (auch wenn sich diese als angebliche Amtspersonen legitimieren).Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht mit Namen melden. Fordern Sie den Anrufer grundsätzlich dazu auf, seinen Namen und ggf. seine Funktion zu nennen.Geben Sie keine Details zu familiären und finanziellen Verhältnissen preis.Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (Täter wählen mit Vorliebe Personen mit einem älter klingenden Namen aus).Wer bereits auf die Masche hereinfiel, sollte unverzüglich über den Notruf 110 die Polizei informieren. Dies kann den Ermittlern helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.Empfehlungen zur Gesundheitsamtsmasche:Lassen Sie sich nicht verunsichern.Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung.Lassen Sie sich den Legitimationsausweis zeigen – Mitarbeiter des Landkreises Harburg werden sich immer telefonisch ankündigen und über einen Dienstausweis der Kreisverwaltung legitimieren.Schließen Sie die Tür und rufen Sie die Polizei.Empfehlungen zu Hilfsangeboten:Nehmen Sie am besten über eine Institution (wie Kirche, Gemeinde, DRK oder andere Hilfsorganisation) oder über Ihnen bekannte Personen organisierte und abgesprochene Hilfe (für Einkäufe, Post- oder Apothekengänge) in Anspruch. Lassen Sie sich von der Organisation den Namen oder die Legitimation der Person geben, die zu Ihnen an die Haustür kommt.Lassen Sie keine Personen in Ihr Haus oder Ihre Wohnung.Lassen Sie sich die Einkäufe und Besorgungen an der Haustür übergeben. Das ist auch vor dem Hintergrund der möglichen Weiterverbreitung des Coronavirus sinnvoll.Übergeben Sie keine „größeren“ Bargeldbeträge oder Wertgegenstände – auch nicht vor einem möglichen Hintergrund, dass dieses „virenverseucht“ sein soll und desinfiziert werden muss.Melden Sie entsprechende Vorfälle (Trickbetrüger, Einschleichdiebe) unverzüglich über die 110 bei der Polizei.

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