Technik – (k)ein Weg zum Glück?: Autorin Thea Dorn war Gastrednerin beim Jahresempfang der Sparkasse Harburg-Buxtehude

Traditionell lud die Sparkasse Harburg-Buxtehude am Donnerstag zu ihrem Jahresempfang in das Privathotel Lindtner nach Hamburg ein. Rund 500 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Vereinen und Institutionen trafen sich, um dem Vortrag von Thea Dorn, Autorin, Philosophin und Fernsehmoderatorin, zuzuhören. Der Titel lautete: “Echte Vernunft gegen künstliche Intelligenz”. In ihrem Vortrag befasste sie sich mit der spannenden Fragen der Digitalisierung, die den Alltag der Menschen in Zukunft stark revolutionieren wird. Den Abend leitete Moderator Andreas Franik ein und führte anschließend ein Interview mit Gastrednerin Thea Dorn, in dem er die Gastrednerin dem Publikum vorstellte und das Thema “Digitalisierung” erläuterte.Andreas Sommer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Harburg-Buxtehude, berichtete über die Situation des Geldinstituts. “Wir befinden uns auf dem Sprung in ein neues Jahrzehnt. Die 20er Jahre 2.0! Uns stellt sich allen die Frage, was erwartet uns in diesem Jahrzehnt?”, so Sommer. Die Sparkasse werde durch drei Megatrends herausgefordert: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Niedrigzinsphase. Gelebte Nachhaltigkeit werde intensiv im Unternehmen gelebt. Auch bei den Produkten werde auf Nachhaltigkeit geachtet. Die Digitalisierung bedeute Kundennähe, aber auch Begeisterung und Sicherheit. Andreas Sommer betonte, dass die Sparkasse trotz der Niedrigzinsphase gute Geschäftsergebnisse erzielt habe. Dieses könne alle beteiligten Mitarbeiter stolz machen. Die Sparkasse werde weiterhin die Grundphilosophie verfolgen, die Menschen darin zu unterstützen, dass sie finanziell selbstbestimmt ihr Leben gestalten können.Thea Dorn stellte ihre Überlegungen zum Verhältnis von Mensch und Maschine im Zeitalter der digitalen Vollautomatisierung vor. Es gebe heute kaum noch einen Lebensbereich, für den kein algorithmisches Hilfsmittel vorhanden sei. “Partnersuche, Ernährung, Fitness, Abendunterhaltung, Mobilität – überall will die scheinbar allwissende Technik dem Nutzer vorschreiben, was für ihn am besten sei, wenn er schöner, gesünder und glücklicher werden möchte.”Allerdings hat Thea Dorn auch Zweifel, ob die Menschheit damit den richtigen Weg zur “Glückseligkeit” eingeschlagen hat: “Wenn ich mich umschaue, habe ich nicht den Eindruck, die digitale Dauerbetreuung – die bisweilen bereits zur digitalen Bevormundung geworden ist – habe dazu beigetragen, den Menschen gebildeter, selbstbewusster, ausgeglichener, souveräner oder gar glücklicher zu machen.”Dorn beunruhigt die Schnelligkeit, mit der die Menschen Entscheidungen an die Technik übertragen und auf die Fähigkeiten der Maschinen vertrauen. “Ob ich mich heute genügend bewegt habe? Die Lauf-App sagt’s mir! Habe ich genügend Vorräte im Eisschrank? Der Eisschrank meldet, wenn Milch fehlt. Und Sprachen braucht man auch nicht mehr zu lernen, schließlich gibt es ja Übersetzungsprogramme.”Thea Dorn resümierte: “Der Mensch muss die künstliche Intelligenz kontrollieren. Eine Gefahr besteht, wenn die Digitalisierung den Menschen bestimmt! Das eigene Urteilsvermögen muss trainiert werden.”

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