Unterhaltsames Talkshow-Format: Wirtschaft kommt beim Seevetaler Neujahrsempfang zusammen

ts. Seevetal. Mehr als 300 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung haben am Montagabend im Veranstaltungszentrum Burg Seevetal in Hittfeld den gemeinsamen elften Neujahrsempfang der Seevetaler Gewerbevereine und der Gemeinde Seevetal gefeiert. Unter den Besuchern waren Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann, der Superintendent des Kirchenkreises Hittfeld, Dirk Jäger, und Unternehmer Horst Dörner.Nie zuvor seien es mehr Besucher gewesen, sagte Seevetals Gemeindebürgermeisterin Martina Oertzen (CDU) erfreut. Der Neujahrsempfang hat sich zu einem gesellschaftlichen Ereignis entwickelt. Das zeigt auch, dass nicht geladene Bürger bei den Gewerbevereinen angefragt hatten, Eintrittskarten kaufen zu dürfen – bisher ist das nicht vorgesehen.Einzigartig im Landkreis Harburg ist das unterhaltsame Format in Form einer Talkshow, das im vergangenen Jahr Premiere hatte. Die Fernsehmoderatorin Antje Diller-Wolff unterhält sich mit Unternehmern und anderen in Seevetal engagierten Persönlichkeiten und entlockt ihnen Persönliches und bisher nur wenigen bekannte Details zu unterschiedlichen Unternehmensphilosophien.So erfuhren die Besucher, warum die Mitarbeiter der Sparkasse Harburg-Buxtehude nur noch selten eine Krawatte tragen. “Wir möchten unseren Kunden auf Augenhöhe begegnen”, erklärte das stellvertretende Vorstandsmitglied Holger Iborg die Abkehr vom jahrzehntelangen Dresscode.Der Betrieb Overmeyer Landbaukultur in Emmelndorf hat sich von einem kleinen Biohof zu einem mittelständischen Unternehmen mit 50 Mitarbeitern entwickelt. Agrarstudenten aus Kasachstan und anderen fernen Ländern nehmen dort Anschauungsunterricht, sagte Kerstin Overmeyer. Nebenbei ziehen sie und ihr Mann Ulrich sieben Kinder groß.Für überregionale Aufmerksamkeit sorgt die Bäckerei Bahde mit ihrer gläsernen Backstube. “Bei Führungen zeigen wir Besuchern, dass alles von Hand gemacht ist”, erzählte Tanja Asche, die zusammen mit ihrem Mann Peter das Unternehmen leitet.Als pfiffigen Kaufmann präsentierte Edeka-Händler Holger Meyer seinen Sohn Jonas als Unternehmensnachfolger. Dieser wisse, wie man Geld verdiene. Als Jugendlicher habe Jonas Meyer bereits abgegebene Pfandflaschen im Lagerraum des Supermarkts seines Vaters nochmals im Pfandautomaten “verwertet”, verriet sein Vater. Das sorgte für Heiterkeit im Publikum.Selbstbewusst und pfiffig zeigte sich ein Auszubildender auf dem Podium. Sven Füßler lernt Kaufmann für E-Commerce im Gartencenter Bellandris Matthies. Online-Handel sei eine charmante Ergänzung des stationären Handels, sagte er und verblüffte damit Händler, die das Internet als Bedrohung ansehen. Für Aufsehen bei den Gesprächen im Foyer sorgte Unternehmer Carsten Matthies, der mit einem Fuß in Gips erschien. “Ich bin auf der Baustelle aus einer zu großen Höhe gesprungen”, erklärte er das Malheur. Matthies eröffnet am 27. Februar den Neubau seines Gartencenters, der in der Region für Furore sorgt.

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