WOCHENBLATT-Leser äußern sich zur Zeitumstellung: “Das Sinnloseste, das man einführen konnte”

(os). Am 27. Oktober wurden in Deutschland die Uhren wieder umgestellt. Ergibt diese Zeitumstellung Sinn? Darüber gibt es in Deutschland bereits seit der Einführung der “Sommerzeit” im Jahr 1980 Diskussionen. Zahlreiche Leser äußerten sich auf den Aufruf im WOCHENBLATT nach dem Sinn und Unsinn der Zeitumstellung.Die meisten Leser plädierten für eine Abschaffung der Zeitumstellung. “Die Zeitumstellung ist wohl das Sinnloseste, was man einführen konnte”, kritisiert Jan Pfeil aus Hechthausen (Landkreis Cuxhaven). “Angeblich sollte es ja zum Energieeinsparen beitragen, was aber totaler Mumpitz ist, denn was man einerseits einspart, wird auf der anderen Seite wieder vergeudet.” Auch für die Tiere sei die Zeitumstellung eine wiederkehrende und unangenehme Quälerei, da sie sich abrupt auf neue Fütterungs- und Melkzeiten einstellen müssten. “Von daher: Weg mit dieser sinnfreien Zeitumstellung und sie so lassen, wie sie jetzt ist – nämlich die ‘normale’ Winterzeit”, betont Jan Pfeil und spricht damit vielen Lesern aus der Seele. Unterstützung erhält er z. B. von Jan Bohle: “Hätte man die Finger von dieser blödsinnigen Zeitumstellung gelassen, es hätte bei vielen Menschen die Nerven geschont.” Auch der Plan der EU-Kommission, eine EU-weite Regelung zu schaffen, werde nur weitere Meinungsverschiedenheiten der Mitgliedsstaaten hervorrufen.Dr. Hans-Peter Grimm hält die Zeitumstellung dagegen für sinnvoll, “allein weil der Gewinn an hellen Abendstunden sehr angenehm ist”. Die Klagen über Beschwerden durch die Zeitumstellung seien für ihn größtenteils aufgesetzt. Er könne sich zwar vorstellen, dass manche Menschen durch die Zeitumstellung vorübergehende Beschwerden haben. “Viele Menschen fliegen aber durch Zeitzonen und erdulden den Jetlag ohne Weiteres und wiederholt. Niemand würde deshalb nicht fliegen. Warum dann dieses überzogene Jammern im Zusammenhang mit der Zeitumstellung?”, fragt Grimm.”Ich habe nichts gegen eine Zeitumstellung”, sagt Herbert Seifert. Das Hin- und Herstellen der Uhren im Herbst und im Winter bringe dagegen nichts. “Vor- und Nachteil heben sich auf”, so Seifert.Vera Ryll plädiert dafür, dass die EU-Kommission vor einer Entscheidung umfassend informiert. “Die meisten Meinungen sind eher egoistischer Natur. Man sollte eine Für-und-Wider-Liste bekommen, ausgearbeitet von kompetenter, unabhängiger Seite. Es gibt so viele Komponenten, die ich z. B. wegen Unkenntnis nicht mit einbeziehe.” Erst dann macht eine Meinungsbildung Sinn.

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